Datensicherung in der Wolke
14. Juni 2010 1 Kommentar
Nach bald 15 Jahren hat mein digitales Fotoalbum einen Umfang von 175 GB erreicht. Das Album liegt auf der Festplatte meines iMacs im Bilder-Ordner. Ich sichere es bisher auf zwei Arten: Einerseits macht SuperDuper jede Nacht die 1:1 Kopie meiner Festplatte auf ein USB-Laufwerk. Diese Kopie ist bootfähig, und ihre noble Aufgabe ist es, mich vor einem Totalausfall der iMac-Festplatte zu schützen.
Parallel dazu macht das Apple Backup-Programm, das mit MobileMe zur Verfügung gestellt wird, täglich eine Sicherung auf unser TimeCapsule Laufwerk (nein, TimeMachine verwende ich nicht, das ist mir zu verspielt). Diese inkrementelle Sicherung schützt mich vor allem vor meinen eigenen Fehlern (etwa unbeabsichtigtes Löschen), aber auch vor korrupten iPhoto Bibliotheken und anderen Störungen (die SuperDuper Kopie kann das nicht – sie kopiert ja auch die Fehler).
Mit diesen zwei Sicherungen fühle ich mich recht gut geschützt. Ein Risiko jedoch bleibt: Beide Sicherungen liegen physisch am gleichen Ort, sogar im gleichen Zimmer unserer Wohnung. Bei einem Brand oder bei einem Wasserschaden wären alle drei Versionen der Fotosammlung – das Original, die Kopie und der Backup – weg. Gut, ich könnte mir eine zweite USB-Festplatte zulegen und auf ihr regelmässig eine weitere SuperDuper-Kopie an einen anderen Ort auslagern. Aber das erfordert diszipliniertes Handeln. Interessanter scheint mir da ein Automatismus, wie ihn die neuen Cloud-basierten Sicherungslösungen anbieten.
Ich habe mich nach kurzer Prüfung für Mozy entschieden. Der Service ist weder besser noch günstiger als seine Konkurrenten wie etwa Backblaze, aber er kommt aus gutem Hause, und das hat mich überzeugt. Für 5$ im Monat sichert Mozy meine Fotosammlung (und mehr, wenn ich will) in die Cloud. Die erste Sicherung dauert natürlich. Nach 42 Stunden hat Mozy rund 16% meines Fotoalbums gesichert (rund 0.7 GB pro Stunde). Was Mozy kann und wie man damit arbeitet: Das erfahren wir in 11 Tagen und 14 Stunden.

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