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Bisse du Tsitorret
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Single Trail
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Single Trail
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Ziel Leukerbad
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Single Trail
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Single Trail
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Schlussaufstieg
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Lächeln!
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Am Ziel in Raron
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PIMP 1001
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Etappenzeiten
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Mein Trek
Unser PIMP Team hat den ganzen Tag hindurch gut mitgehalten, und unsere Zeitplanung scheint vorerst aufzugehen. Bei der Rückfahrt von der Plaine Morte nach Crans Montana müssen die Läufer jedoch sehr lange warten, und es wird schliesslich 17:50, bis Beat bei der Talstation der Violettes-Seilbahn eintrifft und mir den Chip übergibt.
Auf einer Teerstrasse fahre ich hinauf in nach Ploumachit. Bei der Bisse de Tsitorret endet die Fahrstrasse, und der Trail beginnt. Einige gut fahrbare Stellen wechseln sich ab mit nassen und sumpfigen Löchern. Auf der Ostseite der Tièche beginnt die Abfahrt, und hier hört der Spass für mich auf (für andere beginnt er hier). Immer häufiger treffe ich auf kurze steinige und steile Stellen, bei denen ich absteige. Auf dem schmalen Trail überholen mich viele Fahrer. Auf einer Höhe von ca. 1700m komme ich auf eine Naturstrasse, auf der ich einige Kilometer weit zügig abfahre. Auf etwa 1600m führt die Route wieder auf einem Single Trail durch den Wald. Viele Wurzeln und viel Sand – ein Glück, dass es nicht regnet! Mal gehe ich, mal fahre ich – und es geht nicht lange, bis mein Bike wegrutscht, ich zu heftig bremse und über den Lenker heftig absteige. Nichts passiert, ein paar Schrammen, das Kinn heftig angeschlagen, aber ich kann weiterfahren.
Der Sturz hat mir gezeigt, wo meine Grenzen sind. Wir haben in der Vorbereitung zwar viel Kondition trainiert, aber kaum Technik, und das rächt sich nun. Der lange Trail durch den Varner Wald überfordert mich, und ich bewältige ihn mehr laufend als fahrend. Kurz vor Varen hole ich Bea ein. Ihr ging es gleich, und sie fragt sich beim Verpflegungsposten, ob sie es überhaupt noch vor Kontrollschluss bis nach Leukerbad schafft.
Von Varen aus folge ich der Teerstrasse bis nach Rumeling. Hier verlässt die Route den Teer und führt auf dem Wanderweg zuerst steil, dann gemütlich nach Inden. Im steilen Teil stosse ich mein Bike und überhole den einen oder anderen Gigathleten. Auf einer Forststrasse mit stetig sanfter Steigung komme ich nach Larschi. Es ist nun schon recht dunkel, und für die Abfahrt nach Leukerbad befestige ich deshalb den NiteRider Scheinwerfer am Lenker. Nach 4:06 Stunden, kur vor 22:00, erreiche ich das Ziel in Leukerbad, wo mich mein Team und Freunde wie einen Sieger begrüssen! Ich bringe das Velo in die Tiefgarage, esse kurz einen halben Teller Teigwaren und gehe ins Bett (jetzt bin ich wirklich froh, dass wir in Leukerbad und nicht unten im Camp in Turtmann übernachten!).
Es ist recht kalt am frühen Morgen in Leukerbad. Ich wärme mich in der Halle des Busbahnhof auf, während ich auf Jürg warte. Er erreicht die Wechselzone in Leukerbad um 07:45. Ich übernehme den Chip, fahre los und werde schon auf den ersten 2 Kilometer von Dutzenden von Fahrern überholt. Auf einer Teerstrasse geht es hinauf zur Torrentalp. Ich merke, dass meine Oberschenkel vom gestrigen Abstieg kraftlos und müde sind. Und manchmal verkrampft sich ein tiefliegender Muskel, kurz oberhalb des Knies, für ein paar Sekunden. Immer wieder laufe ich ein paar Meter, um etwas Abwechslung in die Belastung zu bringen.
Auf der Torrentalp beginnt der Single Trail. Stellenweise ist er sehr schmal und tief in den Alpboden eingefressen. Ich merke rasch, dass ich an diesen Stellen nicht treten darf (nicht treten kann); stattdessen stehe ich auf der linken bergseitigen Pedale, fahre ganz rechts im Trail, und hebe die rechte talseitige Pedale über den Trailgraben hinaus. In munterem Auf und Ab, aber viel langsamer als erwartet, erreiche ich schliesslich die Bachalp und den ersten Verpflegungsposten.
Der Trail wird nicht einfacher, im Gegenteil. Immer häufiger steige ich vom Bike ab und schiebe es über die nächste schwierige Stelle hinweg. Bei der Fäsialp wird der Weg breiter und nochmals steiler. Hier stossen nun alle ihr Bike, und hier mache ich viele Plätze gut. Viele der Biker, die ich hier laufend überhole, erreichen das Ziel schliesslich nicht mehr vor Kontrollschluss.
Auf dem Heruhubel hätte ich den Beginn der Abfahrt erwartet, aber das täuscht: Zuerst geht es noch leicht hügelig 2km nach Norden. Selbst kleinste Steigungen machen mir nun bös zu schaffen und zwingen mich zum Laufen. Und wenn es weitergeht, schaffe ich es kaum noch, mein Bein über den Sattel zu schwingen. Dann erreiche ich endlich das steinige Alpsträsschen, das über die Faldumalp nach Ferden führt. Es geht zwar bergab, aber mehr als 15-18 km/h erreiche ich hier nicht. Dafür ist die Sicht ins Lötschental und auf den Petersgrat grossartig.
Kurz vor Ferden beginnt die Teerstrasse, und von nun an geht es zügig. Bis nach Goppenstein brauche ich kaum zu bremsen, so heftig bläst der Wind aus dem Rhonetal hinauf. Ab Goppenstein folgt die Route zuerst der Hauptstrasse. Einige der Tunnels und Galerien umfahre ich talseitig. Bei Luogle verschwinden die Autos in den Hohtenn-Tunnel, während die Bikeroute der Lonza entlang auf der alten Strasse nach Gampel führt. Von dort aus folge ich der Rhone auf einer hübschen Fahrstrasse bis zum Baggersee östlich von Raron. Ich bin fix und fertig, als ich nach 5:44 Stunden endlich ankomme. Ich habe mir mehr als eine Stunde Verspätung auf unseren Fahrplan eingehandelt und bin noch knapp vor Kontrollschluss durchgerutscht.
Fazit
Unser PIMP Team hat den Gigathlon schlussendlich auf dem Rang 792 als viertletztes Team beendet (wir hatten bei der Anmeldung Rang 788 angegeben). Wir sind froh und stolz, dass wir überhaupt durchgekommen sind. Wir müssen aber auch anerkennen, dass wir trotz viel viel Training nur gerade knapp durchkommen. Das Leistungsniveau ist sehr hoch, konditionell und technisch. Während mehr als einem halben Jahr hat der Gigathlon unseren Alltag stark beeinflusst, und manches schöne Wochenende wurde zum Trainingswochenende. Hat es sich gelohnt? Für den Zieleinlauf am Sonntagabend auf jeden Fall; ein Hühnerhautmoment.
Ob wir nächstes Jahr wieder mitmachen? Vielleicht, wer weiss. Vielleicht in anderer Zusammensetzung, oder in anderen Disziplinen.
47.200929
8.777586
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